04.04.19, 15:30:00

Bhagavad Gita Kapitel 2 Vers 39 – Verhaftungslosigkeit ganz praktisch


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Krishna wird Arjuna nun Karma Yoga als Weg aus seinem Dilemma darlegen. Auch dabei geht es um die Nicht-Anhaftung an Ergebnisse von Handlungen. Hier wird davon gesprochen, Gegensatzpaare „auszurotten“ um dies zu erreichen. Doch wie sieht das praktisch aus? Allzu schnell kann man in eine lebensverneinende Gleichgültigkeit oder Ignoranz rutschen, indem man seine Aufmerksamkeit von Gedanken und sinnlichen Wahrnehmungen insofern abzieht, als dass man seine Aufmerksamkeit generell schwächt, beziehungsweise sie auch im Alltag bloß auf irgend ein beliebiges Objekt allein ausrichtet – ohne zu berücksichtigen, dass zur stimmigen Bewältigung des Alltages vielleicht andere Objekte auch Aufmerksamkeit bedürfen. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg empfiehlt hier, statt seine Aufmerksamkeit einzuschränken, diese auf die abstrakten, raum- und zeitlosen Bedürfnisse umzulenken, die hinter den Gedanken an konkrete Dinge und Ereignisse liegen. Statt also zu denken „Ich will in der Schlacht über meine Gegner triumphieren!“ (ich will/muss dies oder jenes so oder so haben) denkt man „Mir ist es wichtig, dass wieder Ordnung im Lande herrscht und alle Bürger in Sicherheit leben können.“ (oder was mir sonst noch wichtig ist). Über mein Denken nicht nur mit diesem Selbst, sondern mit diesen raum- und zeitlosen Qualitäten verbunden, bin ich frei, eine Vielzahl konkreter Handlungen zu finden, die diese Bedürfnisse realisieren. Ich bin dann nicht mehr an eine bestimmte Handlung verhaftet. 


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Dies ist eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2013.

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